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Porträt junge Frau mit geringem Selbstwertgefühl sitzt am Fenster zu Hause

Trauma verstehen – warum Ihr Körper sich erinnert, obwohl Sie längst vergessen haben

24. November 2025

„Was der Geist vergessen hat, das hat der Körper nicht vergessen“   

– Sigmund Freud 

„Das Gehirn macht keinen Unterschied zwischen einem körperlichen oder emotionalen Schmerz und zwischen einem abgespeicherten und jetzt erlebten Schmerz. Bei traumatisierten Patienten zirkuliert dieses Trauma beständig in der motorischen Schleife, kann aber nicht in eine Aktion umgesetzt werden.“ – Dr. D. Lovic 

„Die Funktionelle Muskeldiagnostik (Applied Kinesiology) ist die einzige Methode, die traumatische Körpererinnerungen diagnostisch darstellen und behandeln kann. 

 Jedes Trauma hat eine Projektionsfläche auf der Körperoberfläche, über die es diagnostiziert, angesteuert und therapiert werden kann.“ – Dr. Brunck 

Was genau ist ein Trauma – und wie wirkt es im Körper?

Früher sprach man von Störfeldern. Klassische Beispiele sind Narben und chronifizierte Verletzungen, die nicht zwangsläufig Beschwerden verursachen müssen. Doch empfindliche, schmerzhafte und schlecht verheilende Narben sind weitaus häufiger problematisch als unauffällige. 

Operative Eingriffe oder entstandene Narben werden im Nervensystem als traumatische Erinnerung gespeichert. Ausgelöst durch Reize wie Kauen, Schlucken oder emotionalen Stress, können sie erhöhte Spannungszustände verursachen – sowohl in unmittelbarer Nähe als auch an weit entfernten Körperstellen. Das erschwert es der klassischen Medizin, den Zusammenhang zu erkennen. 

Die Neuromuskuläre Funktionsdiagnostik der Applied Kinesiology deckt solche Erinnerungsmuster auf und behandelt sie. Es klingt nach Wunderheilung – doch es basiert auf neurophysiologischer Diagnostik und Therapie, die mitunter erstaunliche Erfolge erzielt. 

Auch gezogene Zähne, Kieferoperationen, Implantate oder entfernte Mandeln können Traumareaktionen auslösen. 

Wenn alte Verletzungen neue Beschwerden verursachen 

Grundsätzlich kann jede chronische Erkrankung durch ein Trauma mitverursacht sein. Jede Narbe, jede Entzündung, jede durchlebte Krankheit oder Verletzung, jede Gewebeveränderung kann – mitunter erst nach Jahren – Beschwerden an entfernten Stellen hervorrufen. Eine kleine Stichverletzung kann ebenso Symptome verursachen wie eine große Verbrennungswunde. 

Eine Erkrankung, die durch ein Trauma bedingt ist, kann meist nur durch dessen gezielte Behandlung gelöst werden. 

Die häufigsten Traumaregionen im Körper 

An erster Stelle stehen Kiefergelenke und das Kausystem. Diese können die Körperregulation so stark stören, dass dort angesetzt werden muss, um überhaupt einen Zugang zum Körpersystem zu finden. Solche Zonen werden als Schlüsselregionen bezeichnet. Weitere wichtige Schlüsselzonen sind das Becken und die Sprunggelenke. 

Auch Kopfgelenke, die Halswirbelsäule nach Schleudertrauma sowie bestimmte Wirbelsegmente – z.B. nach Bandscheibenvorfällen oder Operationen – sind häufig betroffen. Diese Bereiche heilen oft nicht aus, sondern chronifizieren. 

Traumatische Erinnerungen durch Infektionen

Auch Erinnerungen an bakterielle oder virale Infektionen – etwa im Magen-Darm-Trakt – können als Trauma gespeichert werden und sich in nicht ausheilenden Beschwerden äußern. 

Toxische Traumata – Wenn Gifte Spuren hinterlassen

Belastungen durch Amalgamfüllungen können sogenannte toxische Traumata hervorrufen – besonders häufig in der Leberregion. Selbst wenn das Quecksilber längst ausgeleitet ist, können Symptome der Schwermetallbelastung bleiben oder wiederkehren. Ohne gezielte Traumabehandlung bleiben Ausleitungen unvollständig. Die Folgen solcher Traumata können sogar epigenetisch weitervererbt werden – wie bei kariesfreien Töchtern und Enkelinnen beobachtet. Die Symptome sind meist neurologischer Natur. 

Emotionale Traumata – körperlich spürbar

Die Funktionelle Muskeldiagnostik arbeitet auf vier Ebenen: strukturell, biochemisch, emotional und energetisch. Daher können auch emotionale Belastungen wie Konflikte oder ungelöste Bindungen körperliche Beschwerden auslösen. Traumata auf emotionaler Ebene beeinflussen nicht nur das psychische Wohlbefinden, sondern wirken bis auf die körperliche Ebene hinein. 

Ein Blick in die Praxis – Theorie trifft Lebensrealität

Zahlreiche Patientengeschichten belegen diese Zusammenhänge eindrücklich. Eine detaillierte Darstellung der therapeutischen Möglichkeiten würde an dieser Stelle zu weit führen. Ziel dieses Textes ist ein erster Einblick in das Thema Trauma. Die Behandlungsansätze sind vielfältig, individuell und oft tiefgreifend. 

„Jedes Leben ist ein aus allen verfügbaren Mitteln geschaffenes, einzigartiges Kunstwerk.“ 

 – Pierre Janet, Psychiater 

Dr. Jan Harders, November 2023